Ballett ist back!

01. August 2018 "Ballett is back!"

Bei Ballett denken die meisten an ein rosa Trikot mit Tütü und eine strenge Ballettlehrerin, die mit geschärftem Blick die einzelnen Ballettposen der Tänzerinnen und Tänzer an  der Stange kontrolliert. Doch Ballettstunden können auch Spaß machen und weit mehr als Strenge, Drill und rosa Tütü bedeuten.

Das klassische Ballett ist in den letzten Jahren etwas aus dem Fokus junger Tänzerinnen und Tänzer gerückt. Es entsprach vielen Eltern und Kindern nicht mehr, sich an die strengen Regeln der klassischen Ballettkunst halten zu müssen. Disziplin und Durchhaltevermögen schließen aber die Freude nicht aus. Wer in jungen Jahren Ballett gemacht hat, profitiert später von einer guten Grundlage für jede andere Tanzrichtung.

Balletttanz hat eine lange Tradition, gehörte bereits im 16. Jahrhundert zur Hofetikette und war Bestandteil jeder adeligen Ausbildung. Der Tanz galt als das Ideal der Eleganz, Disziplin und Selbstbeherrschung des Körpers hatten oberste Priorität. Die Positionen und Formen des Balletts sind streng definiert und fordert von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern höchste Konzentration, sowie den Willen und die Bereitschaft diese Koordinationsleistung bewältigen zu wollen. Das hört sich ganz schön anstrengend und verstaubt an!

Gründe warum Ballett für Kinder und auch Erwachsene wichtig ist und einfach Spaß machen kann:

Körperhaltung
Ein markantes Merkmal im Ballett ist die Auswärtsdrehung der Beine von den Hüften aus. Dieses sog. „en dehors“ hat vor allem tanztechnische Gründe und bedeutet beispielsweise mehr Balance und Standfestigkeit, sowie eine sichere Landung nach Sprüngen. Trainieren Kinder und auch Erwachsene regelmäßig Ballett, so können die Tänzerinnen und Tänzer ein gutes Körpergefühl entwickeln. Eine aufrechte Körperhaltung, sowie elegante Bewegungsabläufe können sich verfestigen und langfristig einprägen. Drehungen und Sprünge können beispielsweise auch im Jazzdance oder HipHop leichter umgesetzt werden, da die Körperachse und Körperspannung im Ballett sehr geschult werden.

Durchhaltevermögen und Konzentration
Doch wie bei jedem Erlernen von Tänzen gilt das  Motto: „Ohne Fleiß, kein Preis“. Es geht nicht darum, aus jedem Kind oder Erwachsenen eine professionelle Balletttänzerin oder -tänzer zu formen. Doch wer Ballett tanzen möchte, sollte ein gewisses Maß an gesunder Leistungsbereitschaft und  Durchhaltevermögen mitbringen. Die Teilnehmerinnen schulen ihre Konzentration und können so bald komplexe Schrittkombinationen umsetzen. Die Koordination der Bewegungen wird immer fließender.

Freude an der Bewegung
Die festgelegten Abläufe einer Ballettstunde bietet den (jungen) Tänzern und Tänzerinnen einen geordneten Rahmen: Wiederkehrende Abläufe wie Aufwärmtraining, Dehnen und Schrittkombinationen bauen langsam aufeinander auf und geben Orientierung.  Moderne Tanz- und Ballettschulen gestalten den Unterricht heute spielerischer, lockern die klassisch festgelegten Unterrichtsinhalte auf und oft wird auch zu moderner Musik getanzt.

Ballett steht für Eleganz und Anmut, aber auch für ein wunderbares ganzheitliches Körper- und Tanztraining – für Jung und Alt.

Eure Vera, Tanzstudio Süd

Tipp: Ab Fr. 14. September, jeweils 18:30-19:30 Uhr, gibt es wieder Ballett für Erwachsene im Tanzstudio-Süd!